Therapie, Operation, Gerichtsverfahren

Geschrieben von Biker am 26.09.05, 20:52 Uhr

Therapie, Hormone, Operation, Gerichtsverfahren (VÄ, PÄ)

Wer bezahlt die Therapie und den Therapeuten?
Den bezahlt die Krankenkasse in der Regel ohne Probleme. Der Therapeut beantragt dazu die Kostenübernahme, wenn er die Therapie für sinnvoll hält und dann kann es auch schon losgehen.


Wer bezahlt die Hormone und die dafür aufgesuchten Ärzte?
Da Hormone ganz normal auf Kassenrezept verschrieben werden und man sie nicht wie die Operationen vorher bei der Kasse beantragen muß, (sollte man auch möglichst vermeiden, da sonst der MDK eingeschaltet wird und es sehr lange dauern kann, bis eine Genehmigung da ist), werden die Hormone auch ganz normal von der Kasse übernommen, ausgenommen der Eigenanteil, der je nach Hormonpräparat bei 5,00 Euro oder 10,00 Euro liegt, es sei denn, man ist vom Eigenanteil komplett befreit. Was man braucht, ist eine Indikation vom Therapeuten für den Hormonarzt (Endokrinologe), als grünes Licht, mit der Hormonbehandlung beginnen zu dürfen, ein ausführlicher Arztbrief bzw. therapeutische Stellungnahme müsste aber auch genügen. Auch der Endokrinologe selber, wie auch Gynäkologen oder Urologen, werden von der Kasse bezahlt.


Wer bezahlt die Operationen mitsamt Chirurgen und Krankenhausaufenthalt?
Ebenfalls die Krankenkasse. Eigentlich sollte man nur eine Überweisung des behandelnden Arztes und dessen Indikation zur OP benötigen, evtl. ein Kostenvoranschlag des ausgesuchten Operateurs; und die Kostenübernahme wird dann von der Klinik geregelt. Leider muss oft selber beantragt werden, was lange dauern kann, da die Kassen immer wieder die Gerichtsgutachten sehen wollen und weitere Dritte für diverse Gutachten und Stellungnahmen beauftragt werden (bsp. vom MDK), was aber eigentlich unnötig ist, da die VÄ keine Voraussetzung für die OP ist und sich die KK's nicht an die Empfehlungen des MDK halten müssen. OP's in Privatkliniken müssen nur bezahlt werden, wenn es keine Alternative dazu gibt. Das ist meistens ein großes Problem. Kommt man in die Lage, selbst beantragen zu müssen, sollte man sich kompetente Hilfe suchen, zum Beispiel bei uns oder anderen fachkundigen Leuten.


Wer bezahlt das Gerichtsverfahren?
Wenn man wegen finanzieller Minderbemittlung Prozesskostenhilfe gewährt bekommt, trägt das Gericht die Verfahrenskosten. Ist man hingegen ein Gutverdienender, so muß man die Kosten selber tragen. Man kann dann aber Ratenzahlung vereinbaren, wenn man nicht alles auf einmal bezahlen kann oder will. Bezahlt werden müssen neben den Gerichtsgebühren auch die Gutachten. Und die variieren im Preis zwischen 250,00 Euro und 3.000,00 Euro.


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