Aktuelles
Transphobie im schwulen Communityportal Gayromeo?
Immer wieder werden Profile von Transjungs (=Männer und Jungs, die bei der Geburt als "Mädchen" einsortiert wurden und sich inzwischen dagegen wehren) gelöscht. Einzelne Admins akzeptieren offenbar nicht, dass nicht der Schwanz einen Mann ausmacht. Weil das einfach nur traurig ist, müssen wir, Transmänner und -jungs, und Jungs die auf uns stehen, uns wehren.
Transphobie ist genauso öde wie Homophobie!
Hier folgt ein öffentlicher Brief an unsere gayromeo-Mutter:
Mutter,
Du hast letzte Woche das Profil meines Freundes belfastboy deaktiviert, mit der Begründung dass er keinen Schwanz hat. Das war Dir wirklich nicht zu peinlich, das zu schreiben. Dazu folgendes:
(1) Du förderst eine Kultur der Denunziation auf Gayromeo. Profile werden gelöscht weil irgendwelche Vollidioten Dir schreiben und Transmenschen ungefragt outen. Wie Du solch eine Blockwartmentalität unterstützen kannst und gleichzeitig aber einen Aufruf zur Demo gegen Sicherheits- und Überwachungswahn postest ist heuchlerisch. Merkst Du da einen Widerspruch? Nimm doch dazu mal öffentlich Stellung.
Selbstredend macht erst Deine transphobe Haltung diese Denunziationen möglich, was mich zum nächsten Punkt bringt.
(2) Es ist unerträglich und anmaßend, wenn Du Dir das Recht nimmst, zu entscheiden, wer Mann ist und wer nicht. Eigendefinition geht vor Fremddefinition, Schwanz oder nicht ist als Kriterium echt zu dumm. Queere Lebensrealitäten sehen bedeutend vielfältiger aus, als Du Dir das vielleicht in Deiner biologistisch und binär geordneten schwulen Mainstream-Welt vorstellen kannst. Männlichkeit kommt mit und ohne Schwanz daher. Was machst du denn, wenn Dein Geschäftsleiter, der, da bin ich mir ganz sicher, bestimmt einen Schwanz hat, morgen bei einem Unfall diesen Schwanz verliert (was ich ihm nicht wünsche)? Löschst Du dann sein Profil, sobald ihn wer verpetzt?
Oh Mutter, Du musst echt noch so viel lernen. Auf Gayromeo gibt es Tausende von Transjungs, Transmännern, Transfrauen, Drag-Kings, Drag-Queens, Intersexuellen, schwulen Lesben, lesbischen Schwulen, bisexuellen Heten und viele weitere Selbstdefinitionen. Indem Du immer mal wieder ein paar von denen rausschmeißt und dann die darauf folgenden Beschwerdemails ignorierst, verhilfst Du niemandem zu einem schöneren Leben. Ich glaub Du weißt ganz gut, wieviel Schmerzen homophobe Mütter und Väter verursachen. Transphobe Mütter sind nicht besser. Du könntest die Chance nutzen, und was für die Community tun und Dich als etwas weniger transphob oder lesbophob erweisen als so große Teile der schwulen Szene. Interessiert Dich das?
Mutter, Dein reaktionäres und biologistisches Denken und Dein diskriminierendes Verhalten zwingt alle Trans*menschen auf dieser Seite, sich zu verstecken und zu hoffen, dass keiner sie denunziert. Ich vermute, dass diese Situation, die Du produzierst, den älteren Schwulen auf dieser Seite noch bekannt sein dürfte. Seltsam Mutter, dass Du aus der schwulen Geschichte so wenig gelernt hast.
Und noch was, Mutter: Ich hab auch keinen Schwanz. Jedenfalls keinen, der Deiner Ansicht nach vermutlich als solcher kategorisiert würde. Kannst mich also ruhig auch löschen.
Mehr dazu hier:
http://www.siegessaeule.de/specials/internetpc/ist-gayromeo-transfeindlich.html
http://www.gay.ch/family/transgayromeo.html
Transsexualität in
Frankreich
Transsexualität in Frankreich keine
Geisteskrankheit mehrParis (AFP) — Transsexualität gilt in Frankreich künftig nicht mehr als Geisteskrankheit. Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot habe kürzlich einen Erlass gekippt, durch den die Identitätsstörung bisher als psychisches Leiden eingestuft worden war, sagte eine Ministeriumssprecherin. Diese Änderung sei ein "starkes Signal", da sich Transsexuelle bisher stigmatisiert gefühlt hätten, ergänzte die Sprecherin.
Die französischen Organisatoren des internationalen Tags gegen Homophobie und Transphobie am Sonntag sprachen von einer "historischen Entscheidung". Zahlreiche Prominente und Politiker forderten nach dem Beschluss Frankreichs auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf, Transsexualität nicht mehr als Geisteskrankheit einzustufen. Einem entsprechenden Aufruf der Zeitung "Le Monde" schlossen sich auch der Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit und Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek an.
Copyright © 2009 AFP. Alle Rechte vorbehalten
Anmerkung Trans-Eltern: Da sind wir aber mal gespannt, ab wann Frankreich für Deutschland zum Vorbild wird und uns ebenfalls aus der Psychoschiene herausnimmt. Ich denke wir sollten nun, wie die TS in Frankreich, dem deutschen Medizinertum richtig Druck machen, damit auch sie endlich mal begreifen, daß wir keine psychisch kranken Idioten sind!
Workshop für Eltern
Transfamily in
Zusammenarbeit mit Frau Schleussner, Psychiaterin,
Psychoanalytikerin lädt ein:Workshop für Eltern: Thema Transsexualität in Kindheit und Jugend
Workshop findet am 16.5. in Krefeld statt.
Das Programm:
13.00-14.00 Uhr Anreise in Krefeld
14.00-14.15 Uhr Vorstellung der Referentin
14.15-15.45 Uhr Vortrag -ein Fehler in der Himmelsfabrik? - Wieso ist ein Mensch transsexuell?
Wie gehe ich als Elternteil mit dieser Problematik um?
15.45-16.00 Uhr gemeinsame Kaffeepause
16.00-18.30 Uhr
Wie mache ich das Richtige für mein Kind?
An wen kann ich mich wenden?
Was zahlen die Kassen?
Wie ist die juristische Lage?
Wann und wo kann mein Kind eine gegengeschlechtliche Hormontherapie erhalten?
Welche Bedeutung spielt die Rolle der Eltern als Vormund?
Wie gehen die betroffenen Kinder/JUgendlichen in der Schule/Öffentlichkeit mit ihrer transsexuellen Problematik um?
Wann kann eine Vornamensänderung beantragt werden?
Wann und wo kann eine geschlechtsangleichende Operation durchgeführt werden? Welche Risiken bestehen?
Zum Abschluß besteht ausreichend Gelegenheit Fragen zu stellen und zu diskutieren
Teilnehmerzahl begrenzt. Beitrag pro Person 10.00 Euro
Es sind nur noch einige Plätze frei.
Parkhäuser gibt es ausgeschildert genug im Umkreis, mit Bahn bis Krefeld Hauptbahnhof und zu Fuß ca. 10 Minuten.
Anmeldeschluß ist der 16. April 2009, nach Eingang der Überweisung ist die Anmeldung verbindlich.
Anmeldungen und Rückfragen an: louis@transfamily.de oder Info-Telefon: 02065-4999034, es läuft ein AB bitte Rückruf-Nummer ins deutsche Festnetz hinterlassen, wir melden uns schnellstens.
Wir freuen uns auf EUCH!
Louis & Christina
www.transfamily.de
Trans-Eltern Chat
Der Trans-Eltern Chat
ist seit dem 15.03.09 wieder online!Relaunch Trans-Eltern
Die Neuauflage von Trans-Eltern ist jetzt online. Das Forum muss noch rekonstruiert werden; die Yahoo-Mailingliste wurde jedoch geschlossen.
Neu: ein RSS-Feed für die Rubrik Aktuelles.
Transsexueller 20-Jähriger klagt gegen seinen Rauswurf
Geschrieben von Biker am 12.11.04, 13:08 Uhr
Garde trifft sich vor Gericht
Mainz - Ein heikler Fall wird nächste Woche vor dem Mainzer Amtsgericht verhandelt. Ein transsexueller Gardist, der wegen vereinsschädigenden Verhaltens aus der Mombacher Prinzengarde ausgeschlossen worden ist, will wieder aufgenommen werden. Schon als zweijähriges Mädchen trug Stephanie D. die Uniform der Mombacher Prinzengarde.Ihre ganze Familie lebte mit dem Verein, die Garde war ihre Welt. Das änderte sich schlagartig, als Stephanie D. im Vorfeld der Kampagne 2003 dem Vereinsvorstand mitteilte, dass sie im Trommlercorps nicht länger in Frauenuniform auftreten will, sondern in Männeruniform. Denn so fühlt sie sich. Stephanie D., die inzwischen 20 Jahre alt ist und Justin heißt, ist transsexuell.
Geschlechtsumwandlung
Der Namensumwandlung hat das Amtsgericht Frankenthal inzwischen zugestimmt. Vorausgegangen war ein Gutachten des behandelnden Arztes und eine Bestätigung eines unahängigen Experten. Sie waren sich einig, dass Justin D. ein "stimmiger Mann" ist, berichtet seine Mutter Inge. Außerdem musste er noch bei dem Richter persönlich vorsprechen, bevor dieser die Namensumwandlung im Juli 2004 rechtskräftig werden ließ. Die Operation zur Geschlechtsumwandlung von Justin D. soll noch in diesem Jahr erfolgen, sagte die Mutter gestern im MRZ-Gespräch.
Unschöne Worte
Die Garde jedoch wollte sich mit dem Thema Transsexualität gar nicht befassen. Ein Funktionär sagte damals: "Wir sind ein vor Gericht eingetragener Verein und müssen nach außen repräsentieren. Später heißt es, wir sind kein Schwulen- und Lesbenverein." Die Garde lehnte das Ansinnen von Stephanie D., wie Justin D. damals noch hieß, ab. Es folgten Wortwechsel zwischen Stephanie D. und Vorstandsmitgliedern, die gegenseitig als beleidigend empfunden wurden. Am Rosenmontag 2004 kam es zum Eklat: Stephanie D. und der damalige 2. Vorsitzende gerieten heftig aneinander. Wieder fielen unschöne Worte. Im Juni zog die Garde die Konsequenz. Stephanie D. wurde wegen vereinsschädigenden Verhaltens ausgeschlossen. "Grund war nicht die Uniform, sondern die Diffamierungen", betonte ein Vorstandsmitglied.
"Justin hat sich nichts zu Schulden kommen lassen", betont hingegen seine Mutter. Wieviele Prozesstage die Verhandlung vor dem Gericht nun andauern wird, ist völlig offen, erläuterte die Mutter.
Quelle: http://rhein-zeitung.de/on/04/11/04/rlp/r/garde.html
Mombach: Rausschmiss aus Prinzengarde nicht gerechtfertigt
Geschrieben von Felix am 23.12.04, 23:04 Uhr
In Ausgabe 102 berichtete TGinfo über den
Rausschmiss eines Transmanns aus seiner Prinzengarde. Die
Angelegenheit landete vor Gericht. Hier das Ergebnis:
Rausschmiss nicht gerechtfertigt; Transsexueller obsiegt über
Mombacher Prinzengarde
Der Transsexuelle Justin D., früher Stephanie D., gehört nach
wie vor als Mitglied mit allen Rechten und Pflichten der
Mombacher Prinzengarde an, sein vom Vereinsvorstand verfügter
Ausschluss ist unwirksam. Dies hat das Mainzer Amtsgericht mit
Urteil vom 14. Dezember 2004 festgestellt. Die von der
Mombacher Prinzengarde für Justins Ausschluss genannten Gründe
seien nicht so schwerwiegend, um seinen Ausschluss zu
rechtfertigen. Der Ausschluss von Justins Eltern war nicht
Gegenstand des Verfahrens. Die Mombacher Prinzengarde kündigte
gegen das noch nicht rechtskräftige Urteil Berufung an.
Wie berichtet, hatte Justin D., der seit Januar 2003 seine
Geschlechtsumwandlung betreibt und im kommenden Jahr operiert
werden soll, Schwierigkeiten mit dem Fastnachtsverein bekommen,
nachdem er den Wunsch geäußert hatte, künftig im Trommlercorps
nicht mehr als Mädchen, sondern in Männeruniform anzutreten.
Als ihm dies verweigert wurde, kam es zu heftigen
Auseinandersetzungen, in denen der Vereinsvorstand ein
"vereinsschädigendes Verhalten" sah. Justin D. hingegen ist
davon überzeugt, dass seine Geschlechtsumwandlung der
eigentliche Grund für den Rausschmiss war, zumal ihm und seinen
Eltern gegenüber herabwürdigende Äußerungen gefallen seien.
Genau dies wurde und wird erneut von dem Vereinsvorstand
bestritten.
Der Vorgang hat in Mainz und weit darüber hinaus Aufsehen
erregt. Kritiker werfen dem Vorstand der Mombacher Prinzengarde
mangelnde Toleranz gegenüber dem Transsexuellen vor. Mit Justin
zusammen waren seine Eltern und einige Sympathisanten aus dem
Verein, dem sie seit vielen Jahren angehörten, ausgeschlossen
worden. Ihnen hatte der Vorstand unter anderem die Absicht
unterstellt, "einen Verein im Verein" bilden zu wollen.
Jürgen Friedenberg (BLSJ/DJV)
Mainz, 14.12.2004
Mombach: Rausschmiss aus Prinzengarde nicht gerechtfertigt/Kommentar
Geschrieben von Felix am 23.12.04, 23:08 Uhr
Mombach: Rausschmiss aus Prinzengarde nicht gerechtfertigt/ Teil 2
Kommentar
Mainzer Narretei
Da dürfte manchen Mainzer Narren das Lachen vergehen: ein
mutiger transsexueller junger Mann hat der traditionsreichen
Mombacher Prinzengarde gezeigt, wo es lang geht, und vom
Mainzer Amtsgericht bestätigt bekommen, dass sein Rausschmiss
nicht gerechtfertigt ist. Zwar hat das Gericht lediglich
festgestellt, dass die vom Vereinsvorstand für den Ausschluss
geltend gemachten Gründe - "vereinsschädigendes Verhalten" -
für einen Entzug der Mitgliedschaft nicht ausreichten. Doch
dürfte die durch wortwörtliche Zitate gestützte Argumentation
des Klägers, der in dem Rauswurf eine Diskriminierung seiner
Person als Transsexueller sieht, bei der Urteilsfindung eine
gewichtige Rolle gespielt haben.
Ob dem Verein durch das Verhalten des Klägers, seiner Eltern
und Freunde tatsächlich Schaden drohte oder ob der Vorstand
seine Entscheidung aus einer Voreingenommenheit gegen dem
Transsexuellen traf, wird kaum jemals zu klären sein. Da Justin
D. aber unmittelbar nach dem Urteilsspruch seine Absicht
bekräftigte, dem Verein, an dem sein Herz hänge, treu zu
bleiben, wäre jetzt, vor Beginn der fünften, der
karnevalistischen Jahreszeit der richtige Zeitpunkt für einen
Friedensschluss. Doch offenbar verstehen die Mombacher Narren
keinen Spaß: sie wollen in die Berufung gehen. Fragt sich nur,
ob und wie lange die Mitglieder der Mombacher Prinzengarde
diese Narretei noch mitmachen wollen.
Im übrigen darf man darauf gespannt sein, ob und wie die
Mainzer Fasssenacht sich dieses Themas annehmen wird. Im
allgemeinen gelten die Mainzer als tolerant und humorvoll -
sind es die überwiegend konservativen Vereinsoberen der
närrischen Korporationen aber auch?
Jürgen Friedenberg
Mainz, 14.12.2004
Amal D eine Geschichte aus Kuwait
Geschrieben von Felix am 03.01.05, 19:58 Uhr
Amal D eine Geschichte aus Kuwait
Im Golf-Emirat weitet sich der gerichtliche Streit um die
Definition von Mann und Frau aus:
Ein Berufungsgericht in Kuwait-Stadt hat ein Urteil einer
Vorinstanz aufgehoben, das einer post-operativen Transsexuellen
die Änderung ihres Geschlechts in offiziellen Papieren
gestattet hatte. Amal D., die als Mann den Namen Ahmed trug,
hatte sich vor drei Jahren in Thailand einer
Geschlechtsanpassung unterzogen.
Im April dieses Jahres hatte ein Gericht die 26-jährige Amal
erstmals als Frau anerkannt und die Regierung aufgefordert, ihr
die nötigen Papiere auszustellen. Im Urteil berief sich der
Richter auf eine Reihe von medizinischen Gutachten, aus denen
hervorging, dass die Geschlechtsanpassung aus "biologischen
Gründen" notwendig gewesen sei. Religiöse Gelehrte und
Aktivisten verurteilten die Entscheidung, da eine Änderung des
Geschlechts gegen islamische Lehren verstoße. Amals Vater rief
daraufhin das Berufungsgericht an, der die Umwandlung seines
einstigen Sohnes "Schande über die ganze Familie" gebracht
habe. Dieses Gericht begründete seine Entscheidung gegen Amal
damit, dass eine Änderung des Geschlechts "den traditionellen
Werten der Gesellschaft" widerspreche. In Kuwait gibt es
bislang keine gesetzliche Regelung für Transsexuelle.
In einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur AFP
bekräftigt Amal: "Ich werde weiterkämpfen, bis ich Recht
bekommen habe." Sie fährt fort: "Seit meiner Kindheit habe ich
mich nicht als Junge sondern als Mädchen gefühlt. Aber weil wir
in einer konservativen Gesellschaft leben, konnte ich nichts
dagegen tun." Sie habe sich später Tests in Kuwait unterzogen,
"die alle zeigten, dass ich eine Frau bin." (dk)
Malteser dürfen transsexuell sein
Geschrieben von Felix am 14.01.05, 20:26 Uhr
Malta: Malteser dürfen transsexuell sein
Das konservative EU-Land Malta muss seine transsexuellen
Mitbürger anerkennen, entschied das höchste Gericht des
Zwergstaats. Das oberste Verfassungsgericht hat festgestellt,
dass Malta gegen seine derzeitige Rechtsprechung das neue
Geschlecht von Transsexuellen anerkennen muss. Eine
transsexuelle Frau hatte geklagt, weil sie ihre Geburtsurkunde
nicht hatte umschreiben lassen können - und damit rein
rechtlich ein Mann blieb. Sie hatte sich bereits 1996 in
England operieren lassen. Die Frau, deren Name auf eigenen
Wunsch nicht genannt wurde, hatte daraufhin die maltesische
Regierung verklagt. Sie sagte, die Nichtanerkennung ihrer
Transsexualität bringe sie öffentlich in Erklärungsnot - damit
sei ihr fundamentales Menschenrecht auf Privatsphäre verletzt
worden.
Richter Noel Cuschierei stimmte der Klägerin nun zu. Der Staat
müsse sich nicht nur aus dem Privatleben seiner Bürger
heraushalten, sondern auch für eine Gesetzgebung sorgen, mit
der sie sich frei entfalten könnten. Das habe Malta bei
Transsexuellen nicht getan. Er ordnete an, dass der Frau sofort
eine Geburtsurkunde ausgestellt werden müsse, in der ihr neues
Geschlecht angegeben sei sowie ihr weiblicher Name genannt
werde. Außerdem müsse der Staat für eine neue Gesetzgebung
sorgen. Des weiteren muss die
Regierung sämtliche Kosten für das Verfahren tragen.
Simbabwe: Athletin angeklagt
Geschrieben von Felix am 10.03.05, 15:02 Uhr
Simbabwe: Athletin angeklagt
Eine von Simbabwes besten Nachwuchsathletinnen wurde in ihrem
Heimatland angeklagt, weil sie ein Mann sein soll.
Die 17-jährige Samukeliso Sithole, die in internationalen
Wettkämpfen viele Goldmedaillen für ihr Land gewonnen hatte,
wurde wegen einer "psychologischen Straftat" angeklagt, so die
staatliche Zeitung "Herald". Die Staatsanwaltschaft erklärt,
Sithole habe die Würde und Sexualität mindestens einer Frau,
einer Mit-Athletin, die sich mit ihr angefreundet hat,
betrogen. Das ist ein Verbrechen im diktatorisch regierten
Simbabwe. Diese Frau, Melita Mudondiro, sei um Sithole nackt
gelaufen, da sie dachte, ihre Freundin sei eine "echte" Frau.
Mudondiro hatte Sithole angezeigt, nachdem sie Verdacht
geschöpft hatte.
Bei ihrer ersten Anhörung im Gericht sagte Sithole, dass sie
eine Frau sei, obwohl ein behandelnder Arzt das Gegenteil
behauptete. Die im "Herald" zitierten Details werden dann
äußerst obstrus: Sithole sagte nach Angaben der Zeitung, sie
sei sowohl mit männlichen als auch weiblichen sexuellen Organen
geboren worden. Ein traditioneller Medizinmann habe ihren Penis
wegtherapiert, er sei aber seitdem wieder nachgewachsen. Der
Penis sei nachgewachsen, da der Medizinmann noch nicht in
vollem Umfang für seine Dienste bezahlt worden sei. Sie habe
schon Vorkehrungen getroffen, dass er das Geld am 3. März
erhalte. Das ist der Tag, an dem das Verfahren gegen sie
starten sollte. Ihr Penis werde dann verschwinden.
Amnesty International hat wiederholt über
Menschenrechtsverletzungen gegen Schwule, Lesben und
Transsexuelle in Simbabwe berichtet. Das Land wird von dem
rassistischen Diktator Robert Mugabe regiert. Eine unabhängige
Berichterstattung ist dort nicht möglich.
gefunden bei trannynet.de
England: Personenstands-Änderung auch ohne Operation
Geschrieben von Biker am 22.07.04, 13:38 Uhr
England: Personenstands-Änderung auch ohne Operation
Das britische Parlament fällte am 8. Juni eine epochale
Entscheidung zu
Gunsten von TransGender: Künftig ist durch die neue Gender
Recognition Bill
in Gross-Britannien keine Anpass-Operation mehr nötig, um die
amtliche
Personenstands-Änderung zu bekommen.
Menschen mit gutachterlich nachgewiesener Störung der
geschlechtlichen
Identität, die bereits 2 Jahre kontinuierlich im
Wunschgeschlecht gelebt
haben, können in ihrem Wunschgeschlecht dann auch amtlich
anerkannt werden.
Die psychiatrischen Gutachter müssen bestätigen, dass die
TransGender-Person ihr Leben im Wunschgeschlecht führen und
beenden will. Die Anpass-Operation wird nicht mehr
vorausgsetzt.
Mit dieser modernen Regelung setzt Gross-Britannien einen
Meilenstein für
ein modernes TransGender-Gesetz, das auch für die dringend
anstehende
Novellierung des vor 20 Jahren fortschrittlichen, heute aber
völlig
veralteten deutschen Transsexuellen-Gesetzes (TSG) Vorbild sein
kann.
Unmenschlicher Operations-Zwang und Zwangs-Zerstörung
bestehender intakter
Ehen im deutschen TSG sind nicht mehr zeitgemäss und
widersprechen den
Menschenrechten.
Text der Gender Recognition Bill:
http://www.publications.parliament.uk/pa/cm200304/cmbills/056/2004056.pdf
gefunden bei http://www.tgnews.de
TS-Studie des Instituts für Humangenetik Homburg/Saar
Geschrieben von Andrea am 26.08.03, 05:29 Uhr
Das Institut für Humangenetik Homburg/Saar erstellt derzeit eine Studie über die Lebensbedingungen und -verhältnisse von transidenten/transsexuellen Menschen und ruft zum Mitmachen auf.
Hallo zusammen,
vielleicht möchte die eine oder andere von ihren Erfahrungen
erzählen und anderen auf ihrem Weg zu helfen. Folgendes habe
ich unter dem Link
http://www.transgender-saar.de/ts-studie.html gefunden:
Sehr geehrte Damen und Herren!
Wie Ihnen sicher bekannt ist, fungiert Prof. Dr. med. Klaus D.
Zang, der Leiter des Instituts für Humangenetik in Homburg/Saar
seit mehr als 20 Jahren u.a. als anerkannter Gutachter nach dem
Transsexuellengesetz. Ich selbst begleite und begutachte als
Psychologischer Psychotherapeut und Mitarbeiter von Prof. Zang
am Institut für Humangenetik gemeinsam mit ihm seit mehr als 10
Jahren die an uns verwiesenen transsexuellen Frauen und
Männer.
Im Verlaufe dieser unserer langjährigen Tätigkeit als Gutachter und Psychotherapeuten sind uns natürlich auch die zahlreichen mehr oder minder schmerzlichen Erfahrungen deutlich geworden, die viele transsexuelle Männer und Frauen bei Ihrem Bemühen um die neue Geschlechtszugehörigkeit machen müssen.
Nach Jahren des sich im eigenen Körper fremd Fühlens, der gefühlsmäßigen Zerrissenheit und des inneren Kampfes sowie der heimlichen Fluchten in die Kleidung des Wunschgeschlechts wird oftmals das erste öffentliche Coming-Out in der neuen Geschlechtsrolle von der Umwelt mit Unverständnis, Spott oder gar offener Feindseligkeit beantwortet. Vielfach gehen langjährige Beziehungen in die Brüche und berufliche Veränderungen werden unausweichlich. Viele transsexuelle Menschen sind aber auch irritiert oder gar verärgert über den langwierigen und bürokratischen Prozess der rechtlichen Anerkennung in dem von ihnen erlebten anderen Geschlecht sowie das Zögern von Ärzten vor der Durchführung einer hormonellen und operativen Geschlechtsangleichung.
Diese und weitere Aspekte der Lebensqualität transsexueller Männer und Frauen möchten wir nunmehr durch eine anonyme, wissenschaftliche Studie an unserem Institut erfassen und beschreiben.
Wir erhoffen uns durch den Einsatz von Fragebögen und ein halbstrukturiertes Interview Erkenntnisse über die tatsächlichen Lebensbedingungen transsexueller Menschen nach Abschluss ihrer geschlechtsangleichenden Maßnahmen, evt. auch nach mehreren Jahren Erfahrung in ihrem neuen Leben. Darüber hinaus erwarten wir uns wertvolle Anregungen dahingehend, wie der Prozess der Begutachtung und des rechtlichen Anerkennungsverfahrens sowie der medizinischen Geschlechtsangleichung zum Wohle der Betroffenen verbessert werden kann.
Nicht zuletzt hoffen wir, dass die Ergebnisse der geplanten Studie die erreichbare Lebensqualität transsexueller Menschen verlässlicher als bislang prognostizieren lassen.
Natürlich steigt die Aussagekraft der geplanten Studie ganz wesentlich in dem Maße, in dem sich möglichst viele transsexuelle Männer und Frauen bereit erklären, an der Befragung teilzunehmen. Und zwar nicht nur Menschen, denen es jetzt besser geht, sondern auch solche, deren Erwartungen sich nicht erfüllt haben.
Wir möchten deshalb Sie und möglichst viele der transidenten Menschen, mit denen Sie aufgrund Ihrer Tätigkeit bei der Transgender-Saar in Kontakt stehen, ganz herzlich zur freiwilligen Teilnahme einladen.
Alle Angaben der StudienteilnehmerInnen in den Fragebögen und beim Interview werden selbstverständlich von uns absolut vertraulich behandelt und gehen ausschließlich als anonymisierte Daten in den abschließenden Studienbericht ein.
Falls interessierte Teilnehmer gleichzeitig auf Veranlassung eines Amtsgerichtes zur Begutachtung an uns überwiesen wurden oder es noch werden, so erfolgt die Erstellung dieses Gutachtens völlig unabhängig davon, ob sie an der Studie teilnehmen möchten oder nicht. Ebenso gehen umgekehrt Ergebnisse unserer Begutachtung nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Teilnehmer in die Studie ein.
Im Übrigen bitten wir alle transsexuellen Menschen, bei denen die medizinischen Geschlechtsangleichungsmaßnahmen bzw. das rechtliche Anerkennungsverfahren abgeschlossen sind und die an unserer Studie teilnehmen möchten, sich schriftlich oder unter einer der unten genannten Telefonnummern mit uns in Verbindung zu setzen, damit wir möglichst bald einen Termin zur Befragung mit ihnen vereinbaren können.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie dieses Schreiben den Ratsuchenden der Transgender-Saar bekanntmachen und den Text auf Ihrer Internethomepage veröffentlichen würden. Ich füge Ihnen zusätzlich als Attachementdatei noch das offizielle Informationsschreiben bei, das wir Personen, die direkten Kontakt mit uns haben, aushändigen. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für weitere Informationen und Anregungen zur Verfügung.
Vorab schon einmal vielen Dank für Ihre Mitarbeit bei dieser Studie, deren Ergebnisse denen helfen sollen, die Ihr Schicksal teilen.
Mit freundlichen Grüßen
Dipl. Psych. H. Joachim Schindelhauer-Deutscher
Psychologischer Psychotherapeut
Institut für Humangenetik der Universität des Saarlandes
Universitätskliniken, Gebäude 68
D-66421 Homburg/Saar
Telefon: 06841-16 26606 und 16 26612
Fax: 06841-16 26600
Email: klaus.zang@uniklinik-saarland.de und
hghjsd@uniklinik-saarland.de
Auch die Seite http://www.transgender-saar.de ist nicht uninteressant.
Beim Einparken mischen die Hormone mit ...
Geschrieben von Andrea am 17.09.03, 08:06 Uhr
Über den fehlenden Orientierungssinn von Frauen machen Männer gerne Witze.
Jetzt wollen Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB)
herausgefunden haben, daß nicht die Gene, sondern die
Sexualhormone schuld daran sind, daß die Wahrnehmung von Frauen
und Männern so unterschiedlich ist.
Weibliche Testpersonen wurden zum Zeitpunkt des Tiefst- und
Höchststandes des Hormonpegels Aufgaben zum räumlichen
Vorstellungsvermögen gestellt. Während der Menstruation zeigten
sie ähnlich gute Ergebnisse wie die Männer. Beim hormonellen
Höchststand dagegen verschlechterte sich ihre Leistung.
aus "Apotheken Umschau" 08/2003
Gefunden bei www.transgender.at
IOC-Regeln für Transsexuelle
Geschrieben von Biker am 15.03.04, 15:41 Uhr
Samstag, der 15. November 2003
Neue IOC-Regeln für Transsexuelle
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird die Teilnahme
von transsexuellen Sportlern an Olympischen Spielen in Kürze
neu regeln. Nach einer Anhörung von medizinischen Experten im
letzten Monat in Schweden will das Komitee die neuen
Bestimmungen noch vor Weihnachten veröffentlichen.
Danach sollen Transsexuelle nach einer Wartezeit, die mit einer Operation zur Geschlechtsumwandlung einsetzt, olympisches Startrecht erhalten. "Das IOC respektiert die Menschenrechte. Wir wollen keine Diskriminierungen", erklärte Patrick Schamasch, der medizinische Direktor des IOC.
Die neuen Regeln werden für beide Geschlechter gelten. Die Befürchtung einiger Funktionäre, Mann-zu-Frau-Transsexuelle wären biologischen Frauen körperlich überlegen, zerstreuten die Mediziner. Nach einer geschlechtsangleichenden Operation und einer Hormontherapie seien keine wesentlichen Unterschiede mehr erkennbar, die Bedingungen gleichen sich mit der Zeit an.
Der in der Vergangenheit umstrittene "Sextest" des IOC's war im Jahre 2000 vor den Olympischen Spielen in Sydney fallengelassen worden. Unter anderem deshalb, weil auch bei manchen biologische Frauen die üblichen weiblichen Chromosomen fehlen. Hauptsächlich aber, weil in diesen Tests Diskriminierungen gesehen wurden. Ein berühmtes Beispiel ist Stella Walsh, die bei der Olympiade 1932 über 100 Meter die Goldmedaille und 1936 in der gleichen Disziplin die Silbermedaille gewann. Erst nach ihrem Tod 1980 entdeckte man bei ihr männliche Genitalien und sowohl männliche wie weibliche Chromosomen.
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